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„Wie werde ich blos schnell meine überschüssigen Kilos los?“. Das ist die Frage die sich viele, vor allem vor der Badesaison, stellen. Aber hungern und viel Sport machen, das möchten die wenigsten. Fatburner verpsrechen hier eine schnelle Abhilfe für das Figurproblem.

Was sind Fatburner?

Als Fatburner bezeichnet man alle Mittel, die sich positiv auf die Fettverbrennung des Körpers auswirken. Sie können sowohl aus natürlichen Quellen stammen oder künstlich hergestellt werden. Ein Beispiel ist Koffein. Es beschleunigt den Stoffwechsel und kurbelt so die Fettverbrennung an. Künstliche Fatburner sind als Tabletten, Kapseln, Ampullen oder Pulver erhältlich. Meist enthalten sie eine Kombination aus natürlichen und künstlichen Inhaltsstoffen.

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Welche Unterschiede gibt es?

Fatburner lassen sich hinsichtlich ihrer Wirkungsweise unterscheiden.
Thermogene Fatburner kurbeln die Fettverbrennung durch eine Erhöhung der Körpertemperatur an. Dieser Effekt kann durch Koffein, aber auch durch stärkere Wirkstoffe wie Ephedrin oder Yohimbin erzielt werden. Beide Wirkstoffe sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Ephedrin steht sogar auf der Dopingliste.

Schilddrüsen-Regler nutzen ebenfalls den Effekt der Thermogenese. Das Hormon Thyroxin stimuliert die Schilddrüse und steigert so die Stoffwechselaktivität. Normalerweise wird Thyroxin bei einer Schilddrüsenunterfunktion ärztlich verordnet. Bei gesunden Menschen kann die Einnahme von Thyroxin zu einer erhöhten Herzfrequenz und innerer Unruhe führen.

Fett-Blocker verfolgen zwar das gleiche Ziel, der Ansatz ist jedoch ein anderer. Statt die Fettverbrennung des Körpers anzukurbeln, sollen sie verhindern, dass neues Fett aus der Nahrung aufgenommen und gespeichert wird. Carbo-Blocker funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Sie sollen die Aufnahme von Kohlenhydraten blockieren, die der Körper in Fett umwandeln würde.

Worauf muss ich achten?

Natürliche Fatburner, wie sie in vielen Lebensmitteln vorkommen, kann man nahezu unbedenklich einnehmen. Bei künstlichen Fatburnern ist jedoch gesunde Skepsis angebracht. Eine ausführliche Recherche im Internet, die Nachfrage in der Apotheke oder beim Hausarzt sollten der Einnahme in jedem Fall vorangehen. Auch um Fatburner, die nur über dubiose Quellen zu beziehen sind – zum Beispiel, weil die enthaltenen Inhaltsstoffe in Deutschland verboten sind – sollte man besser einen großen Bogen machen.

Wer kann Fatburner verwenden?

Wer mit Übergewicht zu kämpfen hat oder sehr viel Sport treibt, kann zu Fatburnern greifen. Die Präparate können die Abnahme ankurbeln. Auch die Regeneration nach dem Training kann beschleunigt werden. Aufgrund dieser Effekte sind sie in der Fitness- und Bodybuilder-Szene sehr beliebt.

Für Minderjährige ist die Einnahme von Fatburnern tabu. Auch Schwangere, Stillende und Menschen mit gesundheitlichen Problemen sollten sie nicht ohne Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen.

Wann sollte ich Fatburner nutzen?

Die Ernährung ist ausgewogen, das Sportpensum mehr als ausreichend – doch die Pfunde wollen nicht purzeln? Dann können Fatburner die Lösung sein. Für Bodybuilder oder Kraftsportler, die sich in der Definitionsphase befinden oder sich auf Wettkämpfe vorbereiten, kann die Einnahme von Fatburnern ebenfalls positive Effekte haben. Da viele Fatburner aufputschende Inhaltsstoffe wie Koffein oder Guarana enthalten, sollten diese nicht vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

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Carbo-Blocker und Fett-Blocker

Carbo-Blocker enthalten den Wirkstoff Phaseolin. Es soll die Aktivität des Verdauungsenzyms Alpha-Amylase blockieren, welches für die Verdauung von Kohlenhydraten verantwortlich ist: Die dem Körper zugeführten Kohlenhydrate werden unverdaut wieder ausgeschieden.

Fett-Blocker sorgen dafür, dass über die Nahrung aufgenommene Fette den Körper unverdaut wieder verlassen – ohne sich als Polster an Bauch, Hüften oder Po breitzumachen. Besonders populär sind die Wirkstoffe Chitosan und Orlistat. Chitosan bildet im Magen ein Gel, das Fette unverdaut durch den Darm schleusen soll. Orlistat hemmt ein bestimmtes Enzym, das im Darm für die Aufspaltung der Fette zuständig ist.

Erfahrungen

Manchen Menschen können Fatburner helfen, Pfunde zu verlieren. Dieser Effekt muss aber nicht zwangsläufig bei jedem auftreten. Bevor man zu Fatburnern greift, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass dem Körper eine Ergänzung zugeführt wird, die mitunter Nebenwirkungen haben kann. So kann die Einnahme von Fatburnern Durchfall, Übelkeit, Magenschmerzen oder eine Überhitzung des Körpers nach sich ziehen. Die ausgiebige Lektüre der Packungsbeilage und Berücksichtigung der Dosierungsempfehlung sollte ebenfalls selbstverständlich sein.

Wirkung

Fatburner sollen die Stoffwechselaktivitäten des Körpers ankurbeln und so dafür sorgen, dass dieser mehr Energie verbraucht – in Kombination mit einer kalorienreduzierten Ernährung und Sport kann so Gewicht reduziert werden. Carbo- und Fettblocker verhindern die Aufnahme von Kohlenhydraten und Fetten aus der Nahrung. Die vom Körper benötigte Energie wird aus den Fettreserven gewonnen.

Natürliche Fatburner

In der Natur existieren diverse Stoffe und Substanzen, denen eine fettverbrennende Wirkung zugeschrieben wird. Als natürliche Fatburner gelten zum Beispiel Capsaicin oder L-Carnitin. Auch Kalzium soll sich positiv auf die Fettverbrennung auswirken. Ätherische Öle aus Gewürzen wie Ingwer, Zimt oder Wacholder sollen den Stoffwechsel ankurbeln.
Vitamin C stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern gilt auch als natürlicher Fatburner. Kaffee macht wach – und steigert aufgrund des enthaltenen Koffeins angeblich den Energieumsatz. Um von diesem Effekt zu profitieren, sollte der Kaffee allerdings ohne Milch und Zucker getrunken werden.

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Diese Lebensmittel sind natürliche Fatburner

  • Chili: Der Stoff Capsaicin soll den Stoffwechsel anregen und den Appetit mindern.
  • Spinat: Die enthaltenen Thylakoide sollen laut Studien appetitzügelnd wirken.
  • Eier: Die Kombination von Proteinen und Aminosäuren tragen zum Muskelaufbau bei.
  • Magerquark: Das Milchprodukt enthält pro 500 Gramm 460 Milligramm Calcium.
  • Geflügel: Fleischsorten wie Hähnchen oder Pute sind besonders fettarm und proteinreich.
  • Fisch: Fisch und Meeresfrüchte sind von Natur aus kohlenhydratarm. Zudem ist das fettlösliche Vitamin D enthalten.
  • Äpfel: Der Ballaststoff Pektin regt die Verdauung an und sättigt gut.
  • Spargel: Das Schlank-Gemüse besteht zu rund 95 Prozent aus Wasser und wirkt harntreibend.
  • Kichererbsen: Die rundlichen Hülsenfrüchte erhalten pro 100 Gramm 16 Gramm Ballaststoffe, die langanhaltend sättigen.
  • Mandeln: Mandeln sind zwar nicht gerade kalorienarm, enthalte aber viele Ballaststoffe.
  • Wasser: Wer am Tag mehr als die empfohlenen 2 Liter Wasser trinkt, soll zusätzlich 50 Kalorien verbrennen.
  • Avocado: Nicht gerade kalorienarm, aber ein guter Ballastofflieferant (6 Gramm pro 100 Gramm).
  • Brokkoli: Das grüne Gemüse enthält Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Chrom -gut für den Fettabbau.
  • Karotten: Durch ihren hohen Ballaststoffanteil halten rohe Karotten den Darm gesund und machen lange satt.
  • Öl: Trotz der hohen Kaloriendichte kann Öl als Fatburner wirken: Die langkettigen Omega-3 Fettsäuren sollen die Fettverbrennung steigern.
  • Grapefruit: Die in der Zitrusfrucht enthaltenen Bitterstoffe lassen die Pfunde purzeln.
  • Grüner Tee: Die in den Tee-Gerbsäuren enthaltenen Catechine und Flavonoide sollen die Speicherung von Fett in der Leber verhindern. Zusätzlich erhöht Grüner Tee die Körpertemperatur.
  • Ingwer: Die scharfe asiatische Wurzel erhöht die Körpertemperatur, was die Fettverbrennung ankurbelt.
  • Birnen: Ebenso wie Äpfel enthalten Birnen den Ballaststoff Pektin, der lange sättigt.
  • Senf: Die „scharfmachenden“ Isothiocyanate steigern die körpereigene Wärmeproduktion.
  • Chia-Samen: Die kleinen schwarzen Körner quellen im Magen stark auf, was lange sättigt.
  • Harzer Käse: Gewöhnungsbedürftig, aber eine wahre Eiweißbombe.
  • Champignons: Die Pilze haben einen glykämischen Index von nur 15 – also so gut wie keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.
  • Fenchel: Das Knollengemüse hat ebenfalls einen glykämischen Index von nur 15.
  • Tomaten: Der hohe Kaliumgehalt wirkt entwässernd.
  • Carob: Das Fruchtmark des Johannisbrotbaums ist nahezu fettfrei, dafür ballast- und mineralstoffreich. Zudem steigert es die Fettverbrennung.
  • Bohnen: Grüne Bohnen wie auch Kidney- und weiße Bohnen sind gute Eiweiß- und Ballaststofflieferanten.
  • Vollkornbrot: Das dunkle Mehl senkt den glykämischen Index. Zudem machen die enthaltenen Ballaststoffe lange satt.
  • Sellerie: Mit einem Wassergehalt von 93 Prozent enthält Sellerie wenig Kalorien, dafür aber viele Ballaststoffe und Calcium.
  • Kohl: Mit einem Kaloriengehalt zwischen 18 und 37 pro 100 Gramm ist Kohl besonders leicht. 

Fatburner können gefährlich sein

Wenngleich natürliche Fatburner ungefährlicher sind als künstlich hergestellte Abnehmprodukte, so kann auch hier eine Überdosierung negative gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Koffein wird beispielsweise nicht von allen Menschen gleich gut vertragen und kann zu Herzrasen und Schweißausbrüchen führen.

Künstliche Fatburner, die zu Beispiel den Wirkstoff Ephedrin enthalten, können extrem negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Auch Produkte, die in den Hormonhaushalt eingreifen, sind zu meiden. Eine durch Thyroxin künstlich erzeugte Schilddrüsenüberfunktion stellt einen erheblichen Eingriff in den Organismus dar. Nervosität, Herzklopfen, Hitzegefühl und Schweißausbrüche sind hier noch die geringsten Nebenwirkungen.

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Fatburner gibt es auch als Pulver

Fatburner sind als Kapsel, Ampullen oder Tabletten erhältlich. Manche Menschen assoziieren mit der Einnahme von Tabletten jedoch eine „Krankheit“. Hier können Pulver eine Alternative sein. Sie werden als Shake zubereitet und haben daher eher die Anmutung einer Mahlzeit. Zudem soll die Dosierung präziser sein als bei Tabletten oder Kapseln.

Fatburner für das weibliche Geschlecht

Viele Fatburner sind für Männer entwickelt. Allerdings gibt es auch Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind. Sie sind stärker darauf ausgelegt, an den typisch weiblichen Problemzonen wie Bauch, Beine und Po Fett abzubauen und den Appetit zu reduzieren. Durch den Zusatz von Eisen versuchen manche Präparate dem erhöhten Eisenbedarf durch die Menstruation gerecht zu werden. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollten sie jedoch nicht eingenommen werden.

Präparate aus den USA

Im Internet werden zahlreiche Fatburner aus den USA angeboten. Dort ist die Food and Drug Administration für die Zulassung von Fatburnern zuständig. Man vermutet, dass die Behörde die Zulassungsvoraussetzungen aufgrund der zunehmenden Zahl an Fettleibigen in den letzten Jahren kontinuierlich gesenkt hat, da sich gefährliche Nebenwirkungen häuften. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher nur Präparate kaufen, die das Zulassungsverfahren der Europäischen Union durchlaufen haben.

Fazit

Pizza essen, auf der Couch lümmeln – und dank eines Fatburners trotzdem schlank werden und bleiben? Wer derartige Wunder erwartet, wird enttäuscht sein. Gesunde, kalorienreduzierte Ernährung und eine Kombination aus Ausdauer- und Kraftsport sind nach wie vor der Schlüssel zu einem schlanken, muskulösen Körper. Allerdings können Tabletten, Kapseln oder Pulver dabei helfen, die eigenen Ziele zu erreichen. Künstlich hergestellte Fatburner sind jedoch kritisch zu betrachten – mitunter sind die Nebenwirkungen gravierend. Gegen Fatburner aus natürlichen Quellen ist jedoch in den meisten Fällen nichts einzuwenden.

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